Ferritin Test

Eisenhaushalt

Über den Parameter

Bei der Bildung einer Eisen-Defizienz fallen die Plasma-Ferritin Konzentrationen bereits sehr früh ab und können ein Hinweis auf die Ursache von chronischer Erschöpfung, depressiver Verstimmung oder Schlafstörungen sein. Eisenmangel tritt besonders häufig bei Risikogruppen wie Frauen im Menstruationsalter, Kindern, Senioren und Leistungssportlern auf.

Eine große Anzahl chronischer Krankheiten jedoch resultieren in einer erhöhten Serum-Ferritin Konzentration. Unter ihnen beispielsweise chronische Infektionen, chronische Entzündungsbeschwerden und unzählige Typen von malignen Tumoren wie Lymphadenomen, Leukämie, Brustkrebs und Neuroblastome. Eine erhöhte Plasma-Ferritin Konzentration ist auch gegeben, wenn sich der Eisenhaushalt im Körper erhöht wie es z.B. bei Patienten mit Hämosiderose oder Hämochromatose der Fall ist – Ferritin kann somit auch als Tumor-Indikator für die therapeutische Medikamentüberwachung dienen.

Wichtig für Blutbanken: In einer Studie von O’Meara A, Infanti L, et al (2011) wurde nachgewiesen, dass die Einführung von routinemäßigen Serum-Ferritin Tests zu einem Anstieg des mittleren Hb-Spiegels – vor allem bei Frauen im gebärfähigen Alter – führte. Die Anzahl gesperrter Blutspenden aufgrund einer niedrigen Hb-Konzentration ist deutlich zurückgegangen.